Ein fester Oberbegriff wollte mir einfach nicht in den Sinn kommen. Ich werde meine Gedanken mal einfach so laufen lassen, in der Hoffnung, das Ihr durchsteigt.
Meine Zeit in der Buecherei hier im Valley neigt sich dem Ende zu. Ich wurde vor einem Jahr mit 2 anderen Kollegin als Aushilfe eingestellt, da eine Vollzeitkraft schwer erkrankt war. Von den 5 Arbeitstagen wurde ich an 3 eingeteilt, was mich mit den Stunden im Brashop an die 40 Std. (oft drueber) brachte. Die Kollegin ist nun leider vor einiger Zeit ihrer Krankheit erlegen, im Gedenken an sie wird an der Buecherei ein Garten mit roten Tulpen (ihre Lieblingsblume) angelegt, jeder Buechereimitarbeiter in unserer Region kann Zwiebeln zum Pflanzen stiften.

Die Stelle musste mit einer Hauptkraft besetzt werden. Drauf bewerben konnte ich mich nicht, da bilingual gefordert wurde. Pfiffige Leser denken nun bestimmt, "na und, Susi ist doch bilingual"!?! Jupp, nur leider in der "falschen" Muttersprache. NB ist nun mal die einzig offiziell zweisprachige Provinz, english und franzoesisch sind gefragt. Eine unserer Teilzeitkolleginnen hatte Glueck, so musste niemand neues eingearbeitet werden. Nun teile ich mir mit den beiden Aushilfen die freigewordene 17,5 Stunden-Stelle und bin somit nur noch einen vollen Tag in der Buecherei. Ein paar Stunden mehr unter der Woche konnte ich im Brashop dank meiner tollen Managerin Katherine zusaetzlich bekommen und meine tolle Kollegin Teresa hatte mir fuer August einen ihrer vollen Tage/Woche abgetreten. Ihr passte es gut, mal in Ruhe Zuhause Dinge zu erledigen und ich waere ja ohnehin arbeiten gewesen. Die viele Steherei macht mir immer mehr Probleme (in der Buecherei koennen viele Arbeiten im Sitzen erledigt werden).
Thema Gesundheit: durch den Brashop erhielt ich letzten Monat ein Training im Anpassen von Brustprothetik fuer Voll- und Teilamputation nebst passenden BH's. Im Laufe des Trainings erwaehnte die Dozentin, dass zum einen die Patientinnen hier im Krankenhaus schon am OP Tag entlassen werden und von psycholigischer Betreuung sei ihr auch nichts bekannt; zum anderen muessen die nicht unerheblichen Kosten selbst getragen werden, nur Frauen mit Zusatzversicherung bekaemen evtl. einen Teil erstattet. Dann war heute eine Kundin mit ihrer Mutter im Shop, diese hat gestern einen Herzschrittmacher bekommen. Nun wuerde ich ja nicht gerade nach so einer OP shoppen gehen, die Mutter sass zwar viel auf einem Stuhl, aber die Tatsache, dass diese Frau noch nichtmal 24h vorher eine Herz-OP hatte und dann heute nach Hause sollte hat mir auch zu denken gegeben.
Wir erleben seit ein paar Tagen eine extreme Hitzewelle, seit 2 Tagen haelt sich die Hoechsttemperatur bei 34-35 Grad, nachts kuehlt es kaum ab (mit viel Glueck ist es heute Nacht "nur" 22 Grad). Quispamsis ist durch die Lage noch waermer als Saint John, wo die offiziellen Werte am Flughafen gemessen werden. Die Sonne strahlt hier heisser als in unserer alten Oldenburger Heimat, die gefuehlte Temperatur soll heute 40 Grad gewesen sein. Mir tut jeder leid (Mensch und Tier), der sich laengere Zeit im Freien aufhalten muss. Auf der nicht so ganz zuverlaessigen Seite des
Weathernetworks wird vor Hurrican Earl gewarnt, der auch dle Atlantikprovinzen treffen koennte, hoffentlich nur die Auslauefer, bestenfalls Gewitter.
Environment Canada (staatl. Seite) hat bisher noch keine Warnung rausgegeben wir werden aber am Ball bleiben.

Rolf hat (mal wieder) einen tollen Job abgeliefert und den Hang an der Treppe so abgefangen, wie ich es mir vorgestellt habe. Nun muessen wir uns noch Erde zum befuellen bringen lassen, dann kann ich Pflanzen umsetzen und neue besorgen.

Mein derzeitiges Restaurationsprojekt, welches als Testlauf fuer die Kuechenrenovierung gilt, ist relativ abgeschlossen. Hier ein "Vorher"-Foto.

Das war's fuer heute... aufgeloest wird spaeter!